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Ausschnitt aus der Einführung zum Buch "ADHS" (Gawrilow, 2009):
„Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will?“, heißt es in der berühmten Geschichte „Der Zappelphilipp“ (Hoffmann, 1845/46). Schon immer und in allen Kulturen stellen sich Eltern hyperaktiver Kinder Fragen dieser Art, und bereits seit über hundert Jahren beschreiben europäische Kinderärzte Kinder mit ADHS-ähnlichen Symptomen (Still, 1920). In den 1970er bzw. 1980er Jahren hat die ADHS unter dem Namen Hyperkinetisches Syndrom der Kindheit bzw. Aufmerksamkeitsdefizitstörung Eingang in die gängigen Diagnosemanuale gefunden. Seit den 1990er Jahren wird die Störung als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bezeichnet und gilt als eine der häufigsten Störungen des Kindes- und Jugendalters (DSM-IV 1994; ICD-10 1990). Die drei Kernsymptome der ADHS sind: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität.
Kinder mit ADHS haben demzufolge Probleme sich eine längere Zeit auf nur eine Aufgabe zu konzentrieren, sind leicht durch Reize aus der Umgebung ablenkbar und träumen häufig (Unaufmerksamkeit). Zudem sind sie motorisch überaktiv, zappeln viel, rennen und hüpfen mehr als Kinder ohne ADHS (Hyperaktivität). Kinder mit ADHS können auch häufig nicht abwarten und entscheiden oftmals, ohne über die Konsequenzen nachzudenken (Impulsivität).
Quelle:
Gawrilow, C. (2009). ADHS. Stuttgart: UTB.

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